Campusgegner

haben auch einen Lösungsvorschlag.

Das etwas in der Grundschule getan werden muss, stellt (zumindest öffentlich) keiner mehr in Frage. Hier hören die Gemeinsamkeiten zwischen den Campusgegenern und Befürwortern aber auch schon auf. Ganz sicher gibt es auch viele persönliche Gründe für eine ablehnende Haltung, die letzten Endes nur erahnt werden können. Im wesentlichen geht es um den Lösungsvorschlag der Campusgegner, der immer wieder neuen Aufwind bekommt.

Das wollen wir uns hier mal genauer anschauen und stellen die PRO´s und die CON´s gegenüber.

Gegener des Campus

Die Campusgegner möchten am alten Schulstandort einen neuen Schulkomplex mit 8 Klassenräumen entwickeln.

Befürworter des Campus

Die Befürworter lehnen das Bauvorhaben am alten Schulstandort ab, weil ein Campus mehr als nur das Problem der Klassenräume löst und für den Fussball in der Gemeinde einschneidende Erlebnisse mit sich bringt.

Ein Schulneubau am alten Schulstandort?

Der alte Schulstandort ist natürlich vollständig erschlossen und würde dem Neubau als sehr gute Grundlage dienen.

Das Grundstück ist vorhanden und gehört der Gemeinde. Erst kürzlich wurden zusätzliche 500qm erworben um die Fläche zu vergrößern. Aktuell ist ein grünes Klassenzimmer auf dieser Fläche geplant.

Die vorhandene Baugenehmigung für das neue Schulgebäude, würde natürlich relativ zügig neue Klassenräume zur Verfügung stellen.

Die Grundschule ist bereits über 100 Jahre als und hat an diesem Standort selbstverständlich eine interessante Geschichte vorzuweisen. Schön wäre es gewesen, wenn man so weiter machen könnte. Das ist durchaus ernst gemeint.

Ein Erweiterungsbau auf dem historischen Schulgelände ist im Vergleich zu einem Schulcampus auf unerschlossenem Gelände ganz sicher bequemer und hat damit auch einen positiven Effekt für die Verantwortlichen Menschen in der Gemeinde.

Ein Neubau am alten Schulstandort macht einen Schulersatzbau notwendig. Die aktuelle rote Containerlösung muss entfernt werden, Baumaschinen, Baumaterial und Baulärm machen einen Unterricht während der Bauphase an diesem Platz unmöglich. Für den Schulersatzbau wäre der Sportplatz in Lichtenhagen Dorf vorgesehen, damit wäre aber nicht nur der Sportplatz Geschichte sondern der Ersatzbau muss erst gebaut werden. Der Ersatzbau kostet außerdem, laut der Standortanalyse von Matrix, etwa 3/4 des Schulneubaus am alten Schulstandort. Diese Kosten gehen nur in den Ersatzbau, der nach Fertigstellung des Schulneubaus am alten Schulstandort wieder abgerissen wird.

Der alte Schulstandort kann niemals die Verkehrsprobleme lösen. Der morgendliche Stau, die Parkplatzsituation und die Gefahren für die Kinder können an diesem Standort nie gelöst werden.

Mit einem Neubau hätte die Gemeinde an diesem Standort zusätzliche Klassenräume geschaffen und auf dieser Seite für einen Moment für Entspannung gesorgt.

Was tun wir aber wenn die Schülerzahlen steigen, wie von Fachleuten errechnet? Der Generationswechsel in der Gemeinde ist dabei noch nicht einmal berücksichtigt!

Steigende Schülerzahlen tangieren den ganzen schulischen Ablauf, nicht nur die Klassenräume.

Digitalisierung bedeutet nicht nur den Aufbau einer soliden Internetverbindung. Sie bedeutet auch Hardware in Form von beispielsweise Tablet, Notebook und oder Desktop PC. Man kann nur hoffen das wenigsten die glücklichen Schüler im Neubau entsprechend ausgerüstet würden und alle Geräte sicher geladen und gelagert werden können.

Das alte Schulgebäude bleibt durch den Neubau unberührt und damit ändert sich für die Schüler in diesem Gebäudeteil überhaupt nichts. Viel zu enge Klassenräume, viel zu enge Gänge und gefährliche Treppen.

Mehr zum Zustand der Grundschule gibt es unter Grundschule & Hort.

Der Schulneubau auf dem alten Schulgelände wird unweigerlich größer wenn man nach heutigen Maßstäben baut. Das geht schlicht zu lasten der Außenfläche, denn sie wird kleiner. Auch die erworbenen 500qm ändern daran nicht viel, denn die Ansprüche an Schule sind heute andere und in Zukunft noch viel mehr.

Wenn man nur mal davon ausgeht das die Gemeinde sich dafür entschieden hätte diesen Neubau zu realisieren, wie will man dann Zukünftigen Entwicklungen entgegen treten?

Es ist schwer vorstellbar das auf diesem Gelände überhaupt noch etwas geht, ohne das man an anderer Stelle Einbusen hinnehmen muss.. Alles was man versuchen würde geht zu Lasten der verbleibenden Außenfläche. Eine Aufstockung mit einer 3. Etage auf dem Neubau ist wohl ausgeschlossen. Vielleicht kommt die beliebte Insellösung, mit einer weiteren Zweigstelle zum Einsatz.
Das ist natürlich absurd, aber spätestens ab diesem Zeitpunkt würde man sich den heutigen Tag herbei sehnen. Wir haben heute nämlich das große Glück die richtige Entscheidung zu treffen um Zukunftsorientiert zu investieren.

Das Thema Brandschutz betrifft natürlich die alten Gebäudeteile, die in Zukunft durchaus Probleme bekommen können. Probleme die man durch überschaubare bauliche Veränderungen nicht mehr in den Griff bekommt und im schlimmsten Fall die Nutzung als Schule untersagt wird.

Mehr Kinder bedeutet mehr Personal, vor allem natürlich mehr Lehrer. Es fängt bei der Parksituation, geht über den Lehrerzimmer und hört bei Ablagemöglichkeiten auf. Ein Erweiterungsbau der lediglich zusätzliche Klassenräume vorsieht, lässt die Probleme im alten Schulgebäude wohl unbeachtet.

Ganztägiges Lernen bedeutet Platzangebot und zwar für alle Schüler. Zusätzliche Klassenräume können bei diesem Thema nur partiell für entsprechende Möglichkeiten sorgen, wenn überhaupt.

Ist seit vielen Jahren in vielen Schulen  ein Standard, wird es aber auch mit einem Neubau am alten Schulstandort in Lichtenhagen nie geben können.

Der Schulneubau auf dem alten Schulstandort wird eine anderweitige Entwicklung des Standortes natürlich verhindern. Beispielsweise ein öffentlicher Park mit öffentlichem Spielplatz, Outdoorsportgeräten, einem Schulmuseum und generationsübergreifende Begegnungsstätten wird es in Lichtenhagen Dorf nicht geben können.

Während der Bauphase wird es am alten Schulstandort starke Veränderungen und sicher auch Einschnitte für die Schüler und das Schulpersonal geben. Auch Anwohner z.B. des Hainbuchenwegs und des Sonnenwegs, dürften sich darauf einstellen.

Zusätzliche Klassenräume sind schön, lösen aber keine Probleme im Hort. Gerade das Thema Mittagessen ist ein Problem was bereits seit langer Zeit besteht, aber mit zusätzlichen Klassenräumen kaum gelöst werden kann.

Auch das kulturelle Leben in der Gemeinde Elmenhorst Lichtenhagen partizipiert von ein paar zusätzlichen  Klassenzimmer nicht und wird damit auf unabsehbare Zeit auch nie richtig in Schwung kommen.
#Bühne
#Klangqualität
#Gemeindezentrum

Trotz des Neubaus mit zusätzlichen Klassenzimmern am historischen Standort werden viele Probleme bleiben und darauf warten gelöst zu werden. Im Klartext heißt es nichts anderes als das die Gemeindevertretung heute und in Zukunft sich auch um diese Probleme weiterhin kümmern muss und damit Personal bindet.
Man verschenkt wertvolle Zeit und auch Geld denn in die Zeit hätte man in andere Dinge investieren können.  Ähnlich bei Bauprojekten wo man davon ausgehen kann das einzelne Projekte kostenintensiver werden wenn man sie einzeln betrachtet und umsetzen möchte. Auch immer unter der Voraussetzung das geeignetes Land zur Verfügung steht.

Der Freizeitsport findet nicht statt. Die Probleme werden mit zusätzlichen Klassenräumen nicht gelöst, geschweige denn bedacht. Ganz im Gegenteil durch einen Ersatzbau auf dem jetzigen Sportplatz in Lichtenhagen kommen größere Probleme auf die LSG zu, als die bereits bestehenden.

Weiter unten auf dieser Seite ist das Problem erklärt und dargestellt.

Auch die KITA findet keine Beachtung. Ein permanenter Mangel an KITA-Plätzen und das Provisorium in der Gewerbeallee bleiben damit auf unabsehbare Zeit bestehen.

Mehr zum Zustand in der Kita gibt es unter Kita.

Mit einem zweigeschossigem Neubau am alten Schulstandort, mitten im Ortskern von Lichtenhagen, darf man sich Gedanken um das Erscheinungsbild machen. Auf der einen Seite werden die aktuellen Neubauten als Reihenhäuser in Elmenhorst moniert, weil diese nicht in das dortige Bild passen. Auf der anderen Seite möchte man im Ortskern von Lichtenhagen ein zweistöckigen Zweckbau errichten.
Es ist schwer vorstellbar das sich ein moderner Zweckbau optisch in den alten Dorfkern integrieren lässt.

Die Anwohner werden auch weiterhin durch chaotische Parkszenen und den Verkehrsstau daran erinnert das der Schulcampus eine gute Idee gewesen wäre. Auch das neue Schulgebäude, welches nun gut sichtbar aus dem Vorgarten zu bestaunen ist wird die Freude über diesen Bau nur vergrößern.

Mit Beginn der Bauarbeiten am alten Schulstandort wird es eine andere Akustik für die Anwohner geben. Aber auch nach der Bauphase wird es nicht ruhiger, denn die Schule befindet sich immer noch am gleichen Ort. Die höheren Schülerzahlen, einhergehend mit mehr Eltern und damit auch mehr Fahrzeugen wird der Neubau am alten Standort nicht beseitigen können.

Auch an unserer Gemeinde gehen globale Krisen nicht vorbei. Heute ist es der Krieg in der Ukraine der die Menschen zu uns treibt, für kurze Zeit oder auch für immer. Was passiert morgen?
Menschen die wir hier aufnehmen, müssen in den Alltag integriert werden und sich zurecht finden. Die Kinder müssen in die Kita und die Schule gehen. Die Grundschule hat gerade erst 4 ukrainische Kinder dankenswerter Weise aufgenommen.
Die Platzprobleme werden aber nur größer und die Kompromisse in jeglicher Hinsicht müssen die Kinder, Lehrer und Erzieher in der Kita (mal wieder) eingehen.

Selbstverständlich kann unsere Gemeinde nichts für globale Krisen. Aber die Gemeinde kann und sollte bei Projekten (wie diesem hier) auch diese Themen im Hinterkopf haben.

Finanzen

Selbstverständlich ist das Thema „Finanzen“ ein ganz wichtiges, aber zum aktuellen Zeitpunkt kann hier keine Aussage darüber getroffen werden. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, das ein Neubau am alten Schulstandort auf den ersten Blick günstiger zu haben ist. Allerdings müsste man auch dieses Bauvorhaben unter den aktuellen schwierigen Bedingungen erneut prüfen lassen. Es liegt nahe, das ein Schulcampus einen höheren Bedarf an finanziellen Mitteln hat. Allerdings löst ein Campus langfristig auch alle Probleme und schafft neue Möglichkeiten für die Gemeinde. Es ist schwer Vorstellbar das Einzellösungen schneller und auch günstiger zu haben sind. Synergien und Mehrfachnutzungen wären im Grunde dann auch nicht mehr Gegenstand der Sache.

Mutmaßungen und Bauchgefühle helfen aber am Ende keinem Schritt weiter, hier nicht und auch nicht in der Gemeindevertretung.

Projektleitung

Damit sorgfältig abgewogen werden kann, muss zwingend fachliche Expertise durch einen externen Projektleiter dazu geholt werden. Auch wenn Gemeindevertreter und/oder Mitglieder in den Ausschüssen Erfahrungen im Bauwesen haben sollten, so gestaltet sich der Bau eines Schulcampus sehr wahrscheinlich doch etwas anders. Außerdem muss diese Person sich mit aller Kraft diesem Projekt widmen und völlig unbefangen das Projekt betrachten können.

Probleme im Sport

Sollte der Plan am alten Schulstandort umgesetzt werden, dann hätte die LSG Elmenhorst ein sehr großes Problem.

Die LSG Elmenhorst hat sich die letzten Jahre sehr gut in den Mitgliederzahlen entwickelt. Gerade der Jugendbereich im Fussball sind die Zahlen förmlich explodiert. Das ist ein Grund zur Freude, nicht nur für die LSG Elmenhorst sondern alle die nun in der Gemeinde aktiv sein können. Durch die schwierigen Platzverhältnisse in der Gemeinde Elmenhorst Lichtenhagen wird diese Freude aber getrübt, denn wir haben heute folgende Ausgangslage.

Der Fussballplatz wurde im letzten Jahr so hochfrequent bespielt das er sich derzeit in der Erholungsphase befindet. Für die Platzsanierung (Absanden, Walzen, Belüften, Düngen) musste der Sportverein LSG Elmenhorst viel Geld investieren. Aktuell findet kein Spielbetrieb statt.

Gut, das wir ihn haben! Der Sportplatz in Lichtenhagen dient derzeit als Alternative / Ausweichplatz für den gesperrten Platz in Elmenhorst, aber…

  1. Die Platzmiete für die Nutzung der Sportanlage bildet bei der LSG Elmenhorst zusätzliche Kosten und ist zugleich die größte Ausgabe des Vereins.
  2. Die vielen Mitglieder und Aktiven müssen sich den Platz im Trainingsbetrieb teilen, zu Höchstzeiten spielen ganze 4 Mannschaften auf dem Platz!

haben wir ein großes sportliches Problem.

Ab diesem Zeitpunkt steht nur noch der Rasenplatz in Elmenhorst zur Verfügung. Wir erinnern uns! Ein Rasenplatz kann einer so hohen Spielfrequenz, wie sie dann gegeben wäre, nicht standhalten. Der Platz wäre sehr schnell unspielbar, auch für den Ligabetrieb. Aus Sicherheitsgründen, müsste der Platz gesperrt werden, weil die Unfallgefahr steigt. Auch eine kostenintensive  Platzsanierung wäre wieder einmal nötig.

Einen Ausweichplatz gibt es nicht und damit kommen schwierige Zeiten auf alle aktiven Kinder, Jugendlichen, Erwachsenen zu. Auch die Eltern der Kinder werden sich freuen wenn beispielsweise irgendwo ein Platz in Rostock als Ausweichfläche dient, oder sogar ein Vereinswechsel in Frage kommt. Fahrwege verändern sich und damit entstehen bei einigen Familien neue Herausforderungen.

Das Herz der LSG Elmenhorst ist der Fussball und dieses Herz hört im schlechtesten Fall auf zu schlagen.

Das Desaster noch einmal in Bildern

Der Sportplatz in Lichtenhagen Dorf steht für längere Zeit nicht mehr zur Verfügung.

Ausgangslage

Das Grundstück der Grundschule liegt im Dorfkern und der Sportplatz mit Sporthalle sind nur wenige 100m entfernt. Der Sportplatz dient der LSG Elmenhorst vor allem als Ausweichfläche bzw. zusäzliche Sportfläche um die Qualität des Trainings, durch hohe Mitgliederzahlen nicht zu beeinträchtigen.

Ersatzbau auf dem Sportplatz

Für den Bau des neuen Schulgebäudes auf dem alten Schulgelände muss vor den Baumaßnahmen ein Ersatzbau geschaffen werden. Dieser Ersatzbau wird den Sportplatz beanspruchen und damit den Sportplatz vernichten.

Federball, macht ja auch Spaß

Für den Sport in der Gemeinde (Schulisch, Verein, Freizeit) haben wir damit über mindestens die Bauphase keine Außensportanlage mehr zur Verfügung. Gerade die LSG Elmenhorst, mit den vielen Mitgliedern hat bereits heute massive Platzprobleme. Kompromisse werden heute bereits zu großen Teilen gemacht, wenn man z.B. auf diesem Sportplatz mit 4 Jugendmannschaften trainiert. Steht der Platz nicht mehr zur Verfügung, hat die LSG Elmenhorst und deren Mitglieder / Kinder ein unlösbares Problem vor sich.

Man kann nur hoffen das Zusammenhänge und daraus entstehende Probleme erkannt werden und solche Pläne nicht Realität werden. Gerade jetzt in dieser Zeit kann jeder etwas tun. Es klingt auch fast zu einfach aber manchmal ist es das auch. Über diese Seite Schulneubau werden die entscheidenden Sitzungstermine veröffentlicht.
Wenn mehr Menschen, gerade auch jüngere Generationen, die öffentlichen Sitzungen besuchen signalisiert man nicht nur sein Interesse sondern bringt eine ganz andere Atmosphäre in den Raum. Gerade die Campusgegner können sich nicht mehr so frei bewegen, denn sie werden gehört und gesehen. Es entsteht ein gewisser Druck, in denen Handlungen und Entscheidungen durchaus anders ablaufen, als ohne ein großes Publikum.